02-2020 Februar - Carnica-Biene

Carnica Bienenzuchtverband

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02-2020 Februar

Monatsbetrachtungen
Imkerei im Jänner bis Februar 2020

 
Das neue Jahr hat begonnen und wir möchten Ihnen zunächst alles Gute für 2020 und eine erfolgreiche Bienenhaltung wünschen.
Am Bienenstand herrscht derzeit immer noch Ruhe, es wird allerdings nicht mehr lange dauern bis man an den ersten wärmeren Tagen auch die ersten Reinigungsflüge beobachten kann. Aufgrund der doch milden Temperaturen sieht man in sonnigen Tallagen sogar schon die Blütenstände der Hasel, Erlen, Weiden und somit legen die Bienen in ihren Völkern neue kleine Brutflächen an.
Was das Bienenjahr 2020 imkerlich für Sie bringen wird ist ungewiss, sie können aber sicher sein, dass wir Ihnen als Carnica-Bienenzuchtverband (CBV) auch in diesem Jahr über unsere Beiträge die Fachinformationen auf unserer Homepage für eure Imkerei bereitstellen werden.
Wir als Carnica-Bienenzuchtverband wollen Sie umfassend sachlich und fachlich über den Jahreslauf informieren.
Mit der Winterbehandlung kehrt Ruhe am Bienenstand ein, ein wirkungsvoller Mäuseschutz verhindert das Eindringen von Mäusen in die Bienenvölker.
Im Winter sollte öfters eine Kontrolle am Bienenstand erfolgen, so dass durch Sturm abgedeckte Völker und durch Windbruch, bzw. Schneelast die Schäden möglichst schnell behoben werden können.
Der Imker ist nun mehr mit Vorbereitungen für die kommende Saison, dem Abfüllen von Honig oder der Herstellung von Produkten beschäftigt. Es sollte auch Rückblick auf die abgelaufene Saison gehalten werden, sowie die eigene Betriebsweise überprüfen und diese  an seine Verhältnisse im kommenden Jahr anpassen.
Weiterbildung
In Zeiten von Globalisierung und Social Media bleibt auch in der Bienenhaltung die Zeit nicht stehen. Nach der Etablierung der Varroamilbe samt ihrer teils noch immer ungelösten Probleme ist höchstes Augenmerk darauf zu richten, dass die asiatische Hornisse und der Kleine Beutenkäfer nicht allzu schnell nach Österreich gelangt. Rechtliche Vorgaben für die Lebensmittelerzeugung und deren Vermarktung ändern sich. Wandel von Klima und Trachtgrundlagen führen zu neuen Herausforderungen und die Forschung hält neue Erkenntnisse bereit. Auch Berichte und Mails  machen immer wieder die Runde. all das sind Gründe, sich ständig fachlich weiterzubilden. Die guten Imkerzeitschriften bieten vielseitige Informationen, die man auch bei späterem Bedarf immer mal wieder nachlesen kann. Hilfreich sind darüber hinaus auch die zahlreichen Schulungsveranstaltungen, welche größtenteils dann stattfinden, wenn die Arbeit an den Bienen ruht. Hier gibt es die Möglichkeit nachzufragen, um das gehörte besser zu verstehen oder mit dem bisherigen Wissen in Einklang zu bringen. So nehmen selbst erfahrene Imker den einen oder anderen Expertentipp mit heim.
Vermarktung
Auch wenn die Honigernte meist nicht so üppig ausgefallen ist, wie in anderen Jahren, so will doch ein eventueller Überschuss vermarktet werden. Gerade Imker welche mit der Bienenhaltung erst angefangen haben können meistens noch keinen festen Kundenstamm mit ihren Honig beliefern, auch ihr Sortiment von verschiedenen Imkereiprodukten ist noch nicht vorhanden, es reicht mitunter schon, Imkerkollegen darauf hinzuweisen, dass man Überschüsse hat. Es können größere Honigmengen in Honigeimern zum Verkauf angeboten werden, dadurch entfällt das Abfüllen, Etikettieren und Vermarkten der einzelnen Gläser. Und Imkern die knapp dran sind ihre Stammkundschaft zu bedienen ist geholfen. Reicht das als Absatzquelle nicht aus, ist es sinnvoll, Bekannte und Kollegen auf das süße wertvolle Produkt aufmerksam zu machen, gern mit einem Glas  Honig als Präsent zu einem Fest, zum Geburtstag oder als Dankeschön für besondere Hilfe anbieten. Auch verschiedene Feste und Veranstaltungen sind geeignet, sich dort zu Präsentieren und um neue Kundschaft zu gewinnen. Hierfür eignet sich ein Gemeinschaftsstand mehrerer Imker, Vereinsmitglieder oder ein Vereinsstand besonders gut, so führen die gemeinsam  gemachten Erfahrungen und Ideen zum Erfolg, dazu macht es gemeinsam oft auch mehr Spaß.
Wenn nicht, ist so eine der vielen Ausstellungen eine gute Gelegenheit, mit dem Vorstand des Veranstalters zwanglos ins Gespräch zu kommen und für das nächste Jahr eine Beteiligung des Imkers mit einem interessanten Ausstellungsstand zu vereinbaren. Schlagkräftiges Argument ist, die Ausstellung wird vielseitiger und damit für die Besucher noch attraktiver.
Es sollen auch Kooperationen mit dem verschiedenen Direktvermarktern angestrebt werden, den diese Hof- oder Verkaufsläden eignen sich perfekt um dort mit den anderen angebotenen Produkten die Kundschaften zu begeistern, es kann dann eine große unterschiedliche Produktpalette angeboten werden. Durch die hohe Qualität und Vielfalt der Produkte lassen sich schöne wertvolle Geschenke bzw. Geschenks-Körbe erstellen, welche bei allen Beschenkten für Freude sorgt.
Nicht nur das Verkaufen von Bienenprodukten, sondern auch mit sachdienlichen Informationen über Sähen und Bepflanzung neuer Bienenweiden kommt jedem Imker in seiner Bienenhaltung und der Bevölkerung zu Gute.

 
Arbeiten in der Imkerei:
  • Bienenstände laufend kontrollieren (Mäuse, Specht, Marder, Bären, Sabotage, usw.)
  • Bienenstände zudecken (Bleche, Platten mit Steine  beschweren, mit Gurten    zusammenbinden,  gegen Winterstürme sichern)
  • Fluglöcher reinigen
  • Beuten und Geräte reinigen bzw. reparieren, ausbessern, streichen
  • neue Beuten zulegen
  • neue Rähmchen vorbereiten und drahten
  • Varroakontrolle (Stockwindel)
  • Honig verflüssigen, abfüllen
  • Bienenprodukte erzeugen, abfüllen, etikettieren, vermarkten
  • Bienenwachs einschmelzen zu Wachslaiben
  • Mittelwände erzeugen, die neuen Rähmchen damit bestücken
  • Zuchtdaten auswerten, eingeben in Datenbank
  • Weiterbildungsangebote verschiedener Kurse  in den Vereinen, Verbänden nützen (http://www.wanderlehrerverband-ktn.at/)
  • Jahresplanung für 2020
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