09-2019 September - Carnica-Biene

Carnica Bienenzuchtverband

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09-2019 September

Monatsbetrachtungen
Imkerei im August bis September

Jetzt müssen vitale Winterbienen entstehen.
Bienen, die bis zum Frühjahr überleben sollten, brauchen möglichst optimale Bedingungen beim Aufwachsen. Neben einer guten Pollen- und Nektarversorgung, die vom Standort abhängig sind, ist natürlich auch ein geringer Varroa- und Virendruck erforderlich. Eine effektive Sommerbehandlung stellt hierfür die Grundlage. Um diese planen zu können, sollte zunächst sofern noch nicht geschehen eine Diagnose erfolgen. Die Auswaschungs- oder Puderzuckermethode sind hierbei zuverlässiger als eine Gemülluntersuchung (Stockwindel).
Dennoch liefert letztere durchaus brauchbare Ergebnisse und ist einem „Blindflug“ in jeden Fall vorzuziehen.
Ziel dieser Diagnose ist es Zeitpunkt und Methode der Behandlung festzulegen.
Ein effektives Varroamanagement ist nach wie vor eine grundlegende Voraussetzung für eine gute Überwinterung.
War die Sommerbehandlung erfolgreich, sind in der Folgezeit zunächst nur Umgebungseinflüsse zu prüfen. Eine regelmäßige Gemüllkontrolle im Abstand von 2 bis 3 Wochen lässt einen starken Anstieg von Milben im Volk rechtzeitig erkennen.
Eine erhöhte Aufmerksamkeit hinsichtlich Milbenentwicklung bedeutet, dass bis zur Behandlung weitere Gemülldiagnosen erfolgen sollten! Auch hier ist eine Ameisensäure-Behandlung im Langzeitverdunster empfehlenswert.
Tatsächlich muss aber trotzdem jeder auch die örtliche Besonderheit (z.B. Bienenstand im Schatten) berücksichtigen. Passt das Wetter ist eine Ameisensäure- Behandlung im Langzeitdispenser empfehlenswert. Diese hat eine schnelle Wirkung und die Brut kann im Regelfall weitestgehend erhalten bleiben.
 
Wichtig: Die Maßnahme muss dem Wetter angepasst werden und nicht umgekehrt!
Passt das Wetter nicht, muss eine wetterunabhängige Behandlung gewählt werden. Wirksam ist hier die Entnahme der verdeckelten Brut und anschließender Behandlungen mit Oxalsäure (Bienenwohl).
Eine Restentmilbung der Bienenvölker in der brutfreien Phase nach Einstellung der „Außenaktivitäten“ sollte für den Spätherbst geplant werden. Fehler in der Spätsommerpflege können jedoch dadurch nicht mehr ausgeglichen werden.
Gerade eine Varroabekämpfung mit organischen Säuren, die für die Honigqualität sicherlich die beste Wahl ist, es muss nicht wie mit anderen Behandlungsmitteln mit Rückständen im Honig und Bienenwachs gerechnet werden.
 
In der Einwinterungsphase verfolgen wir dabei drei Ziele:
1. Gute Bedingungen für die Bildung von gesunden Winterbienen ermöglichen.
2. Negative Umgebungseinflüsse vermeiden (z. B. Räuberei).
3. Wenig Völkerverluste
4. Die Startbedingungen für das Folgejahr optimieren.

Arbeitsschutz = Eigenschutz (Gesundheit)
 
Die Notwendigkeit der Arbeitsschutzausrüstung führt immer wieder zu Diskussionen bei den Imkern. Gerade die Schutzbrille, die im Sommer auch gerne beschlägt, wird oft als hinderlich empfunden! Denken Sie aber immer an die Folgen einer Verletzung oder Verätzung!
Diese können insbesondere in Bezug auf Augen und Lunge massiv sein!
Deshalb: Die Einhaltung der Arbeitsschutzauflagen ist Grundvoraussetzung einer jeden Behandlungsmaßnahme. Ein gefüllter Wassereimer sollte auch immer vorhanden sein. Die entsprechende Ausrüstung findet sich in der Regel in jedem gut sortierten Fachgeschäft.
 
Arbeiten in der Imkerei:
 
·         Fluglöcher beobachten
·         Wintersitz einrichten
·         Völker auf neue Königinnen umweiseln
·         Bienenvölker füttern
·         Varroamilbenkontrolle mit Stockwindel oder Puderzuckermethode
·         Varroabehandlung durchführen (Ende August -  Mitte September)
·         Räuberei vermeiden, Völker einengen
·         Schutz gegen Wespen und Hornissen aufstellen
·         Weidezäune aufstellen, zum Schutz der Bienenvölker
·         Wassergehalt der Ernte prüfen
·         Honig abfüllen
·         Schleuderraum reinigen
·         Gerätschaften nach der Honigernte reinigen
·         alte Rähmchen ausschmelzen und das Bienenwachs reinigen
Weiterbildungsangebote verschiedener Kurse, Lehrgänge  in den Vereinen, Verbänden nützen (http://www.wanderlehrerverband-ktn.at/)
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